Mehr Lebensqualität für behinderte Flüchtlinge

Die Lebenshilfe Hamburg möchte Menschen mit Behinderung mehr Lebensqualität ermöglichen. Dazu zählen Betreuung und Unterstützung, Hilfe für eine bessere Bewältigung des Alltags, Erwachsenenbildung und Veranstaltungen, bei denen man sich trifft und austauscht. Immer mehr Menschen aus Kriegsgebieten kommen nach Deutschland, darunter auch Flüchtlingsfamilien mit behinderten Angehörigen. Deshalb hat die Lebenshilfe das Projekt „Flucht UND Behinderung“ initiiert.

Die Lebenshilfe informiert über Unterstützungsangebote, Behördenwege, hilft beim Ausfüllen von Anträgen und informiert ganz allgemein über die Möglichkeiten der staatlichen Hilfeleistungen:

„Wir haben festgestellt, dass es für diese Menschen keine ausreichende Beratung seitens der Behörden gibt. Das ist eine gravierende Versorgungslücke“, berichtet Lebenshilfe-Geschäftsführer Axel Graßmann. Darüber hinaus wird manchmal auch ganz unbürokratisch geholfen. So kümmert sich die Lebenshilfe darum, dass Flüchtlingsfamilien mit behinderten Kindern eine Wohnung bekommen, und leistet pädagogische Betreuung und Hilfe.

Zu dieser wertvollen Arbeit trug die Reichsbund Stiftung jetzt 5000 Euro bei: „Das Thema Flüchtlinge und die Verbindung mit der Hilfe für Behinderte hat das Kuratorium ganz besonders beeindruckt“, berichtete Geschäftsführer Peter Winter.

 

„Wir sind sehr stolz darauf, dass wir mit unserer Stiftung so gute und wichtige Projekte unterstützen können“, sagte auch Klaus Wicher, 1. SoVD Landesvorsitzender in Hamburg, der natürlich bei der Scheckübergabe dabei sein wollte.

Die Lebenshilfe wird mit dieser Spende ausschließlich Dolmetscher bezahlen, die bei der Beratung der Betroffenen existenziell wichtig sind. „Wir können so ein sehr niedrigschwelliges Angebot stellen“, erläutert Axel Graßmann. Derzeit betreut die Einrichtung in Hamburg 25 Familien mit behinderten Angehörigen und hilft ihnen nicht nur, in ihrer neuen Heimat anzukommen, sondern auch Fuß zu fassen und sich in einem Leben ohne Krieg, Hunger und Vernachlässigung einzurichten.


Mehr Lebensqualität für behinderte Flüchtlinge - Bild1