Selbstverteidigung im Rollstuhl: Erst die „Großen“, dann die Kids

Ruth aus dem Emsland, jetzt schon zum vierten Mal dabei: „Ich nehme fünf Stunden Anreise mit Bus und Bahn gerne in Kauf, denn solch ein Projekt wird bei uns in der Nähe nicht angeboten. Ich finde es toll und lerne jedes Mal dazu. „Der niedrige Eigenanteil von zehn Euro macht dieses durch Fördergelder finanzierte Projekt für jeden erschwinglich. Man kann jederzeit in den Kurs einsteigen, auch als Nichtmitglied. Vorkenntnisse oder besondere Gelenkigkeit sind nicht erforderlich“, erläuterte Ulrike Kriebel.

Dann geht es richtig rund: 14 Kids rollen fröhlich durch die Halle bis Nils Thate, Leiter der Organisation für effektive Selbstverteidigung (OFES), die Gruppe im Halbkreis um sich versammelt. Dann werden in lockerer Atmosphäre Gefahrensituationen nachgestellt und Techniken geübt, um Angriffe erfolgreich abwehren zu können. Es gibt Rollenspiele und Übungen für eine selbstbewusste, kräftige Stimme – ein ganz wichtiges Element für die Selbstbehauptung. „Fremden soll man nicht trauen.

Ihr dürft euch nicht ausfragen oder ablenken lassen,“ sagte Nils Thate, „und passt auf, dass der vermeintliche Angreifer nicht hinter euren Rolli kommen kann.“ Das meistern die Kids mit Bravour, manövrieren flink ihre Rollis und bahnen sich mit kräftiger, selbstbewusster Stimme ihren Weg. Und sie strahlen stolz, wenn sie sich am Ende des Kurses von Nils Thate gar nicht mehr einschüchtern lassen.

Nach vier Stunden aufmerksamem Training nimmt jeder Teilnehmer eine Urkunde für die  erfolgreiche Teilnahme am Workshop stolz und motiviert mit nach Hause.

Die RSG Langenhagen bedankt sich bei der Stiftung Sparda-Bank Hannover, der  Reichsbund Stiftung und dem Flughafen Hannover Langenhagen für die finanzielle  Unterstützung.


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